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„Reden Sie, Sie müssen die Wahrheit sagen!“

Manfred Lütz kritisiert das Münchner Gutachten: „Mischung aus Anklageschrift und Urteil“. Benedikt XVI. habe in der Missbrauchsthematik „Bahnbrechendes“ geleistet, meint der Psychiater. Das Gutachten aber zerre ihn sensationslüstern auf die Bühne.

Dr. Manfred Lütz, Psychotherapeut, Theologe und Autor, im Gespräch.

Nach der Veröffentlichung des Münchner Missbrauchs-Gutachtens hat sich der Psychiater und Bestseller-Autor Manfred Lütz in der Diskussion um ein mögliches Fehlverhalten des emeritierten Papstes Benedikt XVI. zu Wort gemeldet. In einem Gastbeitrag für die „Neue Zürcher Zeitung“  übt Lütz deutliche Kritik am Umgang der Gutachter mit dem emeritierten Papst. 

Lütz: Fragen an Benedikt „rhetorisch, suggestiv“

Die Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW), die das Gutachten erstellte, habe „einen merkwürdigen Fragestil“ an den Tag gelegt. Zum Teil seien die Fragen der Juristen, die Benedikt XVI. schriftlich beantwortete, „rhetorisch, suggestiv oder Mischungen aus Anklageschrift und Urteil“.

Weiter schreibt Lütz, der seit 1997 Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben und des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben ist: „Jeder hätte sich bei solchen Fragen Rechtsbeistand geholt, so offensichtlich auch Papst Benedikt.“ Die „ungelenken Fragen“ der Kanzlei hätten ihm keine Gelegenheit gegeben, „sich der Frage seiner persönlichen Verantwortung zu stellen“.

Benedikt XVI. hat in der Missbrauchsthematik Banhbrechendes geleistet

Zwar könne man Joseph Ratzinger kritisieren, so Lütz – Benedikt selbst habe dazu immer wieder aufgefordert. Im Fall des Münchner Gutachtens entstehe jedoch der Eindruck, „dass ein Greis, der ausgerechnet zur ihm ursprünglich ganz fremden Missbrauchsthematik Bahnbrechendes geleistet hat, sensationslüstern auf die Bühne gezerrt wurde, anstatt endlich den entscheidenden Fragen nachzugehen“. Diese sei nach Lütz‘ Ansicht, warum bis heute noch kein kirchlich Verantwortlicher in Deutschland offen seine persönliche Schuld eingestanden habe und freiwillig zurückgetreten sei.

Darüber hinaus äußert Lütz die Hoffnung, dass die vom emeritierten Papst angekündigte Stellungnahme zu den gegen ihn gerichteten Vorwürfen mehr Klarheit bringen werde. „Es ist damit zu rechnen, dass das dann wirklich sein Text sein wird, und man sollte die Fairness besitzen, diese Stellungnahme abzuwarten.“  DT/mlu

Den NZZ-Beitrag von Dr. Manfred Lütz finden Sie hier im vollen Wortlaut:  


Als Hintergrundinformation zum Kampf von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche finden Sie hier ein Dossier der überregionalen katholischen Zeitung „Die Tagespost“ sowie Links zu wichtigen Texten.

Die aktuelle Berichterstattung der Zeitung „Die Tagespost“ können Sie hier verfolgen:
 www.die-tagespost.de 

Papst Benedikt XVI. sitzt am Schreibtisch, vor ihm ein großes Buch und er schreibt etwas.

Der Brief von Papst Benedikt XVI. an die Katholiken in Irland: 

Papst Benedikt XVI. gibt eine Pressekonferenz an Bord eines Flugzeuges.

Gespräch mit Journalisten beim Flug nach Großbritannien:

Wissenswertes zur entscheidende Rolle von Joseph Kardinal Ratzinger bei der Revision der kirchlichen Strafrechtsordnung bietet ein Beitrag von Juan Ignacio Arrieta, der 2010 im L'Osservatore Romano veröffentlich wurde.

Den Artikel finden Sie hier: 

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